Auf dem Bundeskongress der Grünen in Villach wurde Parteichefin Eva Glawischnig wiedergewählt. Allerdings erhielt sie – ohne dass ein Gegenkandidat antrat – nur 84,96 Prozent der Delegiertenstimmen. Bei ihrer letzten Wahl zur Parteichefin 2012 waren es noch 93,36 Prozent gewesen. Offenbar setzt sich innerhalb der Neomarxisten – nicht zuletzt wegen der Verluste bei der Wiener Wahl am 11. Oktober – die Erkenntnis durch, dass mit Verboten, Gutmenschengeschwätz und Autofahrer-Sekkiererei keine Wahlen zu gewinnen sind. Wenig überraschend ist innerhalb der extrem linken Partei ein Richtungsstreit ausgebrochen

Doch Glawischnig bleibt bei ihrer Linie. Ihr scheinbar wichtigstes Anliegen – als ob es in Österreich keine anderen Probleme gibt, die zu lösen wären – ist es, Hetze gegen die Freiheitlichen zu betreiben. „Ich möchte keine Blauen in der österreichischen Bundesregierung haben“, sagte sie in Villach. Die Oberösterreicher z. B. sehen das anders: Die haben bei der Landtagswahl am 27. September die FPÖ deutlich gestärkt, und nun regiert in Linz statt Schwarz-Grün Schwarz-Blau.

Angesichts des sinkenden Zuspruchs an österreichischen Wählern versucht Glawischnig offenbar, langfristig eine neue Wählerschicht durch Einwanderung und nachfolgende Einbürgerungen aufzubauen. „Lasst uns den Schutzsuchenden Rettungsringe zuwerfen“, ließ sie ihre Parteifreunde wissen. Zudem seien die sogenannten Flüchtlinge keine Invasoren im Auftrag des IS.

 

 

Text: B. T.
Bild: Screenshot www.gruene.at