Einmal mehr hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán in Sachen Einwanderung Klartext gesprochen. „Ungarn braucht keinen einzigen Migranten, damit die Wirtschaft funktioniert“, sagte der rechtskonservative Regierungschef bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Anscheinend ist auch in unserem Nachbarland von den angeblich so gut ausgebildeten syrischen und irakischen Ingenieuren nicht viel zu sehen.

Orbán lehnt insbesondere eine zwangsweise Verteilung von Asylanten auf die EU-Mitgliedstaaten ab. Am 2. Oktober werden die Ungarn Gelegenheit haben, bei einer Volksabstimmung die von Brüssel oktroyierte Einwanderer-Quote abzulehnen. Was Orbán über die Einwanderung allgemein sagte, widerspricht den hierzulande geltenden Dogmen der politischen Korrektheit diametral: „Für uns ist Migration keine Lösung, sondern ein Problem. (…) Nicht Medizin, sondern ein Gift, wir wollen es nicht und schlucken es nicht.“

Ebenso wies Ungarns Ministerpräsident auf den Zusammenhang von Einwanderung und Sicherheit hin: „Jeder einzelne Migrant stellt eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und ein Terrorrisiko dar.“ Dabei dürfte er vor allem an die jüngsten Bluttaten in Deutschland, als etwa ein Asylant in einem Zug mehrere Personen mit einer Axt verletzte, oder den Selbstmordanschlag von Ansbach gedacht haben. An dem Tag, als Orbán mit seinem österreichischen Amtskollegen Kern die Pressekonferenz abhielt, kam es in Frankreich in einer Kirche während einer Messe zu einer Geiselnahme, bei der zwei Dschihadisten einem 85-jährigen katholischen Priester die Kehle durchschnitten.

 

[Text: B. T.; Bild: European People's Party/wikimedia.org]