In seiner Rede anlässlich des ungarischen Nationalfeiertages warnte Ministerpräsident Viktor Orbán vor der Zerstörung Europas, die wegen der Masseneinwanderung aus dem Nahen Osten drohe. Und dafür sei die EU verantwortlich. „Wenn wir die Völkerwanderung stoppen wollen, müssen wir vor allem Brüssel stoppen“, betonte Orbán. Denn Europa werde von einer „Zig-Millionen-Masse“ und von einer „finalen Gefahr“ bedroht. Der rechtskonservative Regierungschef wies auch darauf hin, dass die gegenwärtige Völkerwanderung als „humanitär“ ausgegeben werde, es tatsächlich aber um eine Gebietsbesetzung gehe, die „für uns Raumverlust bedeutet“.

Hart ging Orbán mit den politisch korrekten Gutmenschen ins Gericht, die er als „Rotten unverbesserlicher Kämpfer für die Menschenrechte“ bezeichnete. Von diesen werde man sich nicht belehren lassen. Wohl auch deshalb, weil die Einwanderer nach der Auffassung des ungarischen Ministerpräsidenten Verbrechen und Terror nach Europa bringen, „Jagd auf unsere Frauen und Mädchen machen“ und „zündelnden Antisemitismus“ verbreiten.

Ein düsteres Bild zeichnete Orbán über den Zustand der Meinungsfreiheit. So sagte er, Europa sei nicht frei, weil die Wahrheit nicht ausgesprochen werden darf. Folglich zeigte Orbán die Parallelen zwischen der früheren kommunistischen Diktatur und der heutigen Diktatur der Political Correctness auf. Der Ministerpräsident erklärte, dass früher die Sowjetunion als Feind der Freiheit ihren Willen anderen mit Gefängnissen, Lagern und Panzern aufgezwungen habe, während heute die Feinde der Freiheit mit dem „Mündungsfeuer der internationalen Presse, Verleumdungen, Drohungen und Erpressung“ gegen Andersdenkende vorgehen.

 

[Text: B. T.; Bild: Foad Ashtari/wikimedia.org]