In unserem Nachbarland Ungarn wird nun eine pro-natalistische Politik betrieben. Wie der nationalkonservative Ministerpräsident Viktor Orbán ankündigte, sollen Familien massiv gefördert werden. Demnach bekommt jede Frau, die unter 40 Jahren das erste Mal heiratet, einen Kredit von ungefähr 31.400 Euro zur freien Verwendung, wobei die Rückzahlung ab dem dritten Kind komplett erlassen wird. Auch soll es Zuschüsse für siebensitzige Fahrzeuge geben.

Mit diesem Maßnahmenpaket soll die Geburtenrate, die auch in Ungarn unter dem für die Selbsterhaltung notwendigen Wert von 2,1 Kindern pro Frau liegt, erhöht werden. Vor allem aber zeigt sich, dass das Ungarn des Viktor Orbán im Gegensatz zu anderen mitteleuropäischen Länder wie insbesondere einen anderen Weg beschreitet. Das Geburtendefizit soll nicht durch (Massen-)Einwanderung aus kulturfremden Gegenden ausgeglichen werden, sondern eben durch eigene Kinder. Das ist übrigens eine Politik, welche in Österreich die FPÖ schon seit vielen Jahren fordert.

Und wenn Orbán betont, „wir müssen unsere ungarische Identität, unser christliches Erbe verteidigen“, dann stellt er einmal mehr unter Beweis, dass er derzeit der vernünftigste Politiker Europas ist.

[Text: A.M.; Bild: www.wikipedia.org/European People's Party; Lizenz: CC BY 2.0]