Kritiker werfen dem ORF vor, eine gewaltige politische Schlagseite nach links zu haben. Den Beweis, dass dieser Vorwurf stimmt, lieferte der Staatsfunk selbst in der ZiB-1-Sendung am Sonntag. Zu bester Sendezeit wurde um 19.30 Uhr die Behauptung verbreitet, die Anklage wegen Amtsmissbrauch gegen den früheren freiheitlichen Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler sei rechtskräftig. Zur selben Zeit war aber im ORF-Teletext zu lesen, dass die Anklage gegen den Dörfler zurückgezogen wurde.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die SPÖ-nahen Redakteure am Küniglberg einmal mehr dem gesetzlichen Objektivitätsgebot zum Trotz versuchen, mit „Fake News“ die FPÖ in Verruf zu bringen. So schreibt der medienpolitische Sprecher der FPÖ, Jans-Jörg Jenewein in einer Aussendung, dass „die Indizienkette immer dichter wird und die ZiB-Redaktion offenbar wider besseres Wissen in der Primetime vor rund 1,2 Millionen Zusehern politische Agitation betrieben habe“. Zudem weist Jenewein darauf hin, dass „weder Redakteurssprecher Bornemann, noch die Redakteurskonferenz bislang auf diesen Skandal reagiert haben“. Offenbar gedenke man, diese Geschichte mit Totschweigen und Aussitzen vom Tisch wischen zu können.

Der Umstand, dass der ORF anscheinend mit Falschmeldungen gegen die FPÖ agitiert, beweist, dass es einer grundlegenden Reform und Entpolitisierung des Staatssenders bedarf. Zudem werden sich viele Zuseher fragen, warum sie Zwangsgebühren zahlen müssen, wenn die ORF-Redakteure ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht offenkundig nicht nachkommen, wenn es gegen die Freiheitlichen geht.

 

[Text: B. T.; Bild: Thomas Ledl/Wikimedia; Lizenz: Creative Common]