Über Asylanten versucht der ORF nur Gutes zu berichten. Und wenn die angeblich Schutzsuchenden kriminell werden, versucht der Staatsfunk Asylantengewalt herunterzuspielen. So meldet etwa ORF Kärnten auf seiner Internetseite: „Ein 24-jähriger Klagenfurter ist am Freitagabend von drei Männern in einer Tiefgarage überfallen worden. Es waren drei Asylberechtigte aus Linz, die zum GTI-Treffen gekommen waren und zu wenig Geld mithatten.“

In dem Bericht wird versucht zu suggerieren, dass die drei Asylanten – es handelt sich bei ihnen um Tschetschenen – an den Wörthersee gereist waren, um dort ein paar schöne Tage zu verbringen. Jedoch kamen sie in Kärnten drauf, dass sie „zu wenig Geld mithatten“ – offen bleibt, wie das der zuständige ORF-Redakteur beurteilen kann. Oder wird vielleicht anzudeuten versucht, dass ein Raubüberfall eigentlich nicht so schlimm sei, wenn man „zu wenig Geld mithat“? Und der überfallene Klagenfurter sei – Pech für ihn „zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen.“

Allerdings kommt auch ORF Kärnten nicht umhin mitzuteilen, dass die drei Tschetschenen, die in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert wurden, alles andere als harmlose Urlauber sind, die nur das GTI-Treffen besuchen wollten. Nicht nur, dass die Polizei bei der Durchsuchung des Fahrzeugs der Asylanten verbotene Waffen wie Schlagringe und Totschläger, sowie Suchtgiftutensilien sichergestellt hat, vielmehr sind sie auch „bereits amtsbekannt durch Delikte in anderen Bundesländern.“ Einmal mehr handelt es sich es sich um einen klaren Fall von Asylmissbrauch.

 

[Text: B. T.; Mattes/wikimedia.org]