Das nennt man „multikulturelle Bereicherung“: Vom Landesgericht Salzburg wurde ein 32-jähriger, aus Pakistan stammender Mann rechtskräftig zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt weil er über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren seine Ehefrau regelmäßig geschlagen, vergewaltigt und wie eine Sklavin gehalten hatte. Die Staatsanwältin schilderte im Prozess das Martyrium der Ehefrau folgendermaßen: „Die Frau hatte keinen Wohnungsschlüssel. Sie wurde mitunter acht Stunden am Tag eingesperrt.“ Einmal habe der Mann seine mittlerweile 30-jährige Frau so fest geschlagen, dass diese eine Fehlgeburt erlitten habe.

Zu Prozessbeginn hatte der Mann noch auf „nicht schuldig“ plädiert, weil die Angaben des Opfers „unrichtig, widersprüchlich und unglaubwürdig“ seien. Dem gegenüber warf die Staatsanwältin dem nunmehr Verurteilten vor, er habe durch die „fortgesetzte Gewaltausübung“ eine „umfassende Kontrolle“ über seine Ehefrau ausüben wollen.

Das Paar hatte 2007 in Pakistan geheiratet und war ein Jahr später nach Salzburg gezogen, wo bald die brutalen Übergriffe begannen. Daraufhin habe sich das Opfer seiner Schwiegermutter anvertraut, doch diese habe nur gemeint, sie müsse das erdulden und sich mit dem Ehemann arrangieren.

 

B. T.

 

(Bild: Concha García Hernández/wikimedia.org)