Am Montag ging die Novelle des Beamten-Dienstrechts in die vierwöchige Begutachtung. Versteckt hinter zahlreichen Regelungen, welche eine neue Besoldung der Staatsdiener betreffen, findet sich auch eine Änderung, die den Vorgaben der politischen Korrektheit entspricht. Demnach soll es künftig auch für gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit geben, den sogenannten „Papamonat“ in Anspruch zu nehmen.

Den „Papamonat“ gibt es im Bundesdienst – im Gegensatz zur Privatwirtschaft – seit 2011. Väter haben damit einen Rechtsanspruch auf eine solche bis zu vier Wochen dauernde Freistellung während des Mutterschutzes. Bezahlt werden die Beamten und Vertragsbediensteten während dieser Zeit nicht, man bleibt aber krankenversichert, und der Monat zählt voll für die Pension. Auch der Anspruch auf eine spätere Karenz wird nicht geschmälert.

Mit der nun in Begutachtung gegangenen Beamten-Dienstrechtsnovelle soll der Papamonat in einen „Babymonat“ umgewandelt werden. „Um jegliche Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare zu vermeiden“, soll er künftig auch diesen offenstehen, heißt es in den Erläuterungen. Die Kosten des „Babymonats“ – Krankenversicherung, Anrechnung auf die Pension – tragen die Steuerzahler.

 

B. T.

 

 

(Bild: Evan-Amos/wikimedia.org)