Klare Worte zum Genderwahn und seinen Auswüchsen fand kürzlich Papst Franziskus während seines Polen-Besuchs. Und dabei liegt der oberste Katholik – anders als etwa zu seinen Aussagen zur Masseneinwanderung – nicht auf der Linie der politischen Korrektheit. Wie der Vatikan in einer Erklärung mitteilt, kritisierte das Kirchenoberhaupt während einer Unterredung mit den polnischen Bischöfen scharf „einflussreiche Länder“, die eine weltweite „ideologische Kolonisation“ betrieben, indem Kindern eingetrichtert werde, sie könnten ihr Geschlecht frei wählen. Das sei laut Franziskus eine Versuch, „den Menschen als Ebenbild Gottes zu zerstören“.

Der Papst sagte nicht, welche „einflussreichen Länder“ eine „ideologische Kolonisation“ betreiben. Aber dass Kinder im Unterricht einer Gender-Gehirnwäsche ausgesetzt werden, ist für Franziskus „schrecklich“ und eine Sünde. Damit liegt der amtierende Pontifex mit seinem Vorgänger, dem emeritierten Papst Benedikt XVI. auf einer Linie. Anscheinend haben sich die beiden Männer in dieser Sache miteinander abgesprochen.

Wie der Vatikan bekanntgab, sagte Franziskus den polnischen Bischöfen: „Als ich mit Papst Benedikt sprach, dem es gut geht und der bei klarem Verstand ist, sagte er mir: ‚Heiligkeit, wir leben in einer Epoche der Sünde gegen Gott, den Schöpfer.‘ Er hat recht! Gott erschuf Mann und Frau, Gott erschuf die Welt, wie sie nun ist, und wir machen das Gegenteil. Deshalb müssen wir daran denken, was Papst Benedikt sagte: dass wir in einer Epoche der Sünde gegen Gott, den Schöpfer leben.“

 

[Text: B. T.; Bild: Edgar Jiménez/wikimedia.org]