Zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion überprüft und aktualisiert das Pentagon, das US-Verteidigungsministerium, seine „Notfallpläne“ für den Fall einer russischen Aggression gegen die NATO oder eines ihrer Mitglieder. „Angesichts der Sicherheitsumgebung und angesichts der Handlungen von Russland wurde es offenkundig, dass wir die Pläne, die wir für den Fall einer möglichen Aggression gegen einen NATO-Verbündeten haben, erneuern müssen“, sagte ein namentlich nicht genannter hochrangiger Mitarbeiter der Pentagon gegenüber der US-Zeitschrift „Foreign Policy“.

Nach Angaben von „Foreign Policy“ gehen die US-Pläne in zwei Richtungen: Einerseits soll geklärt werden, was die USA als Teil der NATO machen sollen, falls sich Russland entschließt, ein Mitglied des Nordatlantikpakts anzugreifen, und andererseits befassen sich die Planungen mit einem US-Vorgehen unabhängig von der NATO.

In der Zwischenzeit setzt die NATO neue Provokationen gegenüber Russland. So wollen die Verteidigungsminister des Militärpakts bei ihrem Treffen am 8. Oktober in Brüssel die Errichtung von zwei weiteren regionalen Kommandozentralen in der Slowakei und in Ungarn beschließen. Bereits zu Jahresbeginn wurde die Errichtung von sechs regionalen Kommandozentralen in Estland, Lettland und Litauen sowie in Bulgarien, Polen und Rumänien beschlossen, die 2016 voll einsatzfähig sein sollen. Die neuen Hauptquartiere sollen unter anderem als Planungs- und Koordinierungszentren für Übungseinsätze der neuen schnellen Eingreiftruppe dienen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Mariordo Camila Ferreira & Mario Duran/wikimedia.org)