Mit russischer Unterstützung will die syrische Armee nun auch Idlib befreien, die letzte Provinz, die sich unter der Kontrolle der Islamisten befindet. Damit würde nach siebeneinhalb Jahren das Blutvergießen enden und Syrien zu einem sicheren und stabilen Staat im Nahen Osten werden. Ein Sieg von Präsident Baschar al-Assad wäre aber auch eine schwere Niederlage für den Westen, allen voran die USA. Bekanntlich hat der Westen die verharmlosend als „Rebellen“ bezeichneten Islamisten unterstützt.

Nun mehren sich Hinweise, dass die USA versuchen könnten, mit Hilfe der ominösen „Weißhelme“ einen Chemiewaffenangriff zu inszenieren, um so einen Vorwand für einen Angriff auf das syrische Militär zu haben. Bereits im April gab es einen koordinierten Luftangriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf syrische Militäreinrichtungen. Zuvor hatte die NGO „Weißhelme“ behauptet, Assad hätte in Duma Giftgas gegen die Bevölkerung einsetzen lassen. Beweise für eine Verantwortung Assads wurden nicht gefunden, weshalb der Verdacht naheliegt, dass es sich um einen inszenierten Giftgaseinsatz handelt.

Jedenfalls mehren sich nun die verdächtigen Aktivitäten der USA, die auf einen möglichen militärischen Einsatz in Syrien hindeuten: Der Zerstörer USS Sullivans, der 56 Marschflugkörper an Bord hat, erreichte vor rund einer Woche den Persischen Golf. Zudem stationierte Washington einen B1-Langstreckenbomber im Al Udeid-Luftwaffenstützpunkt in Katar. Für Alexej Kondratjew, dem stellvertretenden Vorsitzendes des Verteidigungsausschusses des russischen Oberhauses, lässt dies nur einen Schluss zu: „Das ist die Vorbereitung eines Luftschlags.“ Als Gegenmaßnahme hat Russland mehrere Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer geschickt.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Jamen Schahoud; Lizenz: CC BY-SA 3.0]