Bezahlen mit der Plastikkarte sei bequem und vor allem sicher, behaupten jene Kreise, die die Verwendung von Bargeld zurückkdrängen wollen. Vor allem Letzteres stimmt nicht, denn deutsche Sicherheitsexperten haben eine neue Schwachstelle in den Zahlungsterminals entdeckt, welche es Kriminellen relativ einfach machen, Geld zu stehlen. Bisherige Angriffe machten sich Softwarefehler zunutze, wenn Sie Ihren Computer eingeschaltet hatten. Nun aber wird das Protokoll direkt angegriffen. Die Geräte arbeiten genauso wie beabsichtigt und sind sehr verwundbar. Das ist ein Risiko, das nicht einfach mit einem Pflaster behoben werden kann, warnt der IT-Sicherheitsexperte Karsten Nohl gegeüber dem Nachrichtensender RT. Nohl ist Geschäftsführer des Berliner IT-Sicherheitsunternehmens Security Research Labs, das nach eigenen Angaben auch börsennotierte Unternehmen berät.

 Nohl zufolge funktioniere die Methode sehr einfach und drahtlos und so lange, so lange der Hacker in das betreffende Netzwerk eingeklinkt sei. Auch beständen, so der Experte, Sicherheitsbedenken hinsichtlich des PIN-Codes: Die Sicherheit des PIN-Codes ist nicht so hoch wie man glauben möchte, deshalb ist jedes System, welches auf PIN-Codes beruht, weniger sicher als ursprünglich gedacht.

 Vor allem aber erhebt Nohl schwere Vorwürfe gegen die Kreditkartenfirmen und Banken. Die Unternehmen, die für diese Sicherheitsschwachstellen verantwortlich sind, einschließlich der Banken, haben sicherlich Kenntnis von der Angelegenheit, aber sie widerstreben sich, darauf zu reagieren. Laut Nohl sei es nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich Kriminelle die Schwachstellen im System zunutze machen werden.

 

 

Text: B. T.
Bild: Petr Kratochvil/wikimedia.org