Unter dem Titel „Rot und Grün kämpfen gegen ‚Kalaschnikow-Front‘“, schreibt „der Standard“ gegen legale Waffenbesitzer an und forciert die Verschärfung des Waffenrechts innerhalb der EU.

Argumentiert wird die Einschränkung der Bürgerrechte vor allem damit, dass weniger Waffen weniger Terror und damit weniger Tote bedeuten: „Rückblende: Im Jahr 2011 ermordete der Norweger Anders Breivik mit einer Ruger 77 Menschen auf der Insel Utøya. Anfang 2015 erschoss ein Islamistenduo mit Sturmgewehren zwölf Personen bei dem Anschlag gegen die französische Satirezeitschrift ‚Charlie Hebdo‘. Und im November 2015 feuerten drei Jihadisten mit Kalaschnikows im Pariser Konzertsaal Bataclan in die Menge. Die traurige Bilanz, allein in diesem Club: 89 Tote. („der Standard“ 4. April 2016)

Jedoch wird nicht erwähnt, dass – abgesehen vom Fall Breivik – die zuvor genannten Anschläge alle mit illegalen Waffen verübt wurden und auch nur selten legale Waffen für Terror und Anschläge Verwendung finden.

Auch zeigt die deutsche polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), dass der Anteil von Verbrechen mit legalen Waffen äußerst gering ist: „Straftaten, bei denen Schusswaffen verwendet wurden, machten dabei ‚lediglich rund 0,2 Prozent aller in der PKS erfassten Fälle aus‘. Im Jahr 2014 zählte das BKA 443 Waffen, die ‚an Tatorten im Zusammenhang mit Straftaten (...) sichergestellt wurden‘. 108 davon waren Kaliber, für die man einen Waffenschein brauchte. Aber: Nur 4,9 Prozent davon ‚befanden sich im legalen Besitz‘. („Der Spiegel“, 23.November 2015)

In allen Lebensbereichen fordern Gutmenschen mehr Freiheit für alle, auch wenn daraus Nachteile für Bürger entstehen – wie bei der Liberalisierung des Drogenkonsums. Ganz anders verhält es sich beim Waffenrecht, hier soll der Bürger natürlich vor sich selbst beschützt werden und der Gedanken an Selbstbestimmung und Freiheit lässt den Linken die Nackenhaare zu Berge stehen.

 

[Text: W.-R. M.; Bild: MoserB/wikimedia.org]