Auf dem Sondergipfel am Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der EU über eine Verteilung der sogenannten Flüchtlinge beraten. Nach den Plänen der EU-Kommission sollen 160.000 Personen auf die EU-Staaten aufgeteilt werden. Widerstand wird dabei von den ostmitteleuropäischen Mitgliedstaaten kommen. So kündigte die polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz an, ihr Land werde nur eine symbolische Zahl aufnehmen.

Grund für diese Haltung sind offenbar negative Erfahrungen mit der massenhaften Aufnahme von Personen aus kulturfremden, islamischen Gebieten. „Es werden auf jeden Fall weit weniger als die 80.000 Flüchtlinge aus Tschetschenien sein, die Polen in den 1990er-Jahren aufgenommen hat“, sagte Kopacz am Sonntag im staatlichen Fernsehen. Außerdem erklärte die Regierungschefin, Polen werde nur tatsächlich politisch Verfolgte und keine Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen.

 

B. T.

 

 

(Bild: premier.gov.pl)