Polen steht nach den Wahlen zum Sejm (Parlament) und zum Senat (Zweite Kammer) am 25. Oktober wieder einmal vor einer Wende in der politischen Führung des Landes. Die 2007 voller Begeisterung einer relativen Mehrheit im Volk ins Amt berufene Bürgerplattform (PO) unter Donald Tusk wird nach acht Jahren als verbraucht und von Skandalen zerfressen angesehen. Statt den 30,8 Prozent von 2011, die zusammen mit der Bauernpartei PSL (8,4 Prozent) zum Regieren gereicht hatten, erreichte Tusks Nachfolgerin als Ministerpräsidentin Ewa Kopacz nur mehr 23,4 Prozent Wählerstimmen und wird damit in die Opposition verbannt.
Großer Wahlsieger ist die nationalkonservative Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit). Sie erhielt 39,1 Prozent der Stimmen und wird 242 Mandatare im 460 Sitze umfassenden Sejm stellen.
Die EU wird keine Freude haben mit der neuen Regierung. Die Zuweisung von Elendseinwanderern nach Kontingent lehnt sie ab wegen der Seuchengefahr, die damit heraufbeschworen würde. Außerdem ist Polen nur bereit, Christen aufzunehmen und keine Muslime, die die Glaubenseinheit des Landes zerstören.

 

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Bild: Adrian Grycuk/wikimedia.org