Wenn es um die Dogmen der Political Correctness geht, ist für Demokratie kein Platz. Das zeigt sich einmal mehr in Slowenien, wo das Parlament die Ausschreibung einer Volksabstimmung gegen die Homo-Ehe mit 53 zu 21 Stimmen zurückgewiesen hat. Die Mehrheit der Abgeordneten war der Meinung, dass ein Referendum zu diesem Thema „verfassungswidrig“ sei.

Tatsächlich geht es aber darum, den Willen des Volkes zu unterdrücken. Denn der auch von der römisch-katholischen Kirche unterstützten konservativen Initiative „Es geht um die Kinder“, ist es gelungen, in innerhalb von nur vier Tagen mehr als 40.000 Unterschriften zu sammeln. Eigentlich hätten die Gegner der Homo-Ehe dafür einen Monat Zeit gehabt. Es ist somit wahrscheinlich, dass die Slowenen das erst vor drei Wochen beschlossene Gesetz, das gleichgeschlechtliche sogenannte Ehen der Verbindung von Mann und Frau gleichstellt, zu Fall gebracht hätten.

Die Unterstützer der traditionellen Ehe geben aber nicht auf. Sie gaben bekannt, dass sie gegen das Verbot der Volksabstimmung über das neue Ehegesetz, das homosexuellen Paaren auch das Recht zur Adoption von Kindern einräumt, beim Verfassungsgericht Beschwerde einlegen werden.

 

B. T.

 

 

(Bild: Morne/wikimedia.org)