An der Universität Mississippi weht nicht mehr die Flagge dieses US-Bundesstaats. Weil die alte Kriegsflagge der Südstaaten Teil der Flagge des Bundesstaates Mississippi ist, beschlossen die zuständigen Gremien der Hochschule, diese vom Universitätsgelände zu verbannen. Die mit 33 zu 15 Stimmen bei einer Enthaltung getroffene Entscheidung fiel deutlich aus. Hintergrund ist die Debatte in den USA um Symbole der Südstaaten-Konföderation aus Zeiten des Amerikanischen Bürgerkriegs, weil diese angeblich eine Diskriminierung oder Beleidigung für die schwarze Bevölkerung wären.

Aber die Universität will noch mehr. Sie sieht sich als Speerspitze der Kampagne zur Entfernung der Konföderierten-Kriegsfahne aus der Bundesstaats-Flagge. Mississippi ist der Teilstaat der USA, dessen Flagge das „Stars and Bars“-Banner der Konföderierten Staaten von Amerika ziert. Seitens der Hochschule erklärte der Interimskanzler Morris Stocks bereits im Juni: „Die Universität von Mississippi kam bereits vor Jahren zu dem Entschluss, dass die Konföderierten-Kriegsflagge nicht mehr viele unseren wesentlichen Werte, wie Anstand und Respekt gegenüber anderen repräsentiert. Seitdem sind wir zu einer stärkeren und besseren Universität geworden. Wir schließen uns anderen Führern in unserem Staat an, welche eine Änderung der Staatsflagge fordern.“

Den Befürwortern der Änderung der Staatsflagge passt offenbar nicht die Meinung der Bevölkerung. Denn 2001 hatten sich die Einwohner Mississippis bei einer Volksabstimmung mit einer Mehrheit von nahezu zwei Dritteln gegen die Entfernung des Konföderierten-Symbols aus der Flagge ihrs Bundesstaats ausgesprochen. Wieder einmal versucht also eine intolerante politisch korrekte Minderheit, eine demokratische Entscheidung des Volkes auszuhebeln.

 

 

Text: B. T.
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