In Baden-Württemberg zeigt sich einmal mehr, dass die Linken nicht gewillt sind, Ergebnisse demokratischer Wahlen, die ihnen nicht in den Kram passen, vorbehaltlos zu respektieren. Bei der Landtagswahl in dem deutschen Bundesland am 13. März erreichte bekanntlich die patriotische Alternative für Deutschland (AfD) mit 15,1 Prozent der Stimmen den dritten Platz hinter Grünen und CDU. Die Sozialdemokraten mussten sich mit 12,7 Prozent und dem vierten Platz zufrieden geben.

Nun sehen die Gesetze in Baden-Württemberg vor, dass der Landtagspräsident zwei Stellvertreter hat. Den demokratischen Gepflogenheiten entsprechend, stellen die zweit- und drittstärkste Partei – in diesem Fall die AfD – den Vize. Damit die AfD leer ausgeht, wollen nun die Grünen die Zahl der Stellvertreter des Landtagspräsidenten von zwei auf einen reduzieren. Dies sei die „einzig saubere Lösung“, um zu verhindern, dass der AfD als drittstärkster Kraft ein solcher Posten zufiele, heißt es aus der Fraktion der Grünen, die sich offenbar als politisch korrekte Tugendwächter über dem Wählerwillen stehend sehen.

Die SPD, die am 13. März auf einen historischen Tiefststand gefallen war, reagiert hingegen wie ein trotziges Kind, anstatt darüber nachzudenken, warum sie von den Wählern so hart abgestraft worden war. Zwar wollen die Roten bei zwei Vize-Landtagspräsidenten bleiben, aber keinesfalls einen AfD-Abgeordneten mitwählen.

 

[Text: B. T.; Bild: Olaf Kosinsky/wikimedia.org]