Einmal mehr erweist sich Polen als treuer Vasall der USA. Wenige Wochen vor dem NATO-Gipfel am 11. und 12. Juli in Brüssel wurde ein Dokument des polnischen Verteidigungsministeriums bekannt, in dem Washington zur Errichtung eines ständigen Militärstützpunktes, der eine bewaffnete Division – das sind 15.000 Soldaten sowie 250 Panzer und bewaffnete Fahrzeuge – beherbergen soll, aufgefordert wird. Zwar sind auch jetzt schon NATO- und US-Soldaten in Polen stationiert, allerdings zusammen mit den baltischen Staaten im Rahmen einer „rotierenden Brigade“.
Das Dokument des Verteidigungsministeriums bezieht sich auf eine Rede von Donald Trump Anfang Juli 2017 in Warschau. Bei seinem Besuch in der polnischen Hauptstadt sagte Trump unter anderen, es gäbe „schreckliche Gefahren für unsere Sicherheit und unsere Art und Weise zu leben. (…) Wir werden ihnen entgegentreten. Wir werden gewinnen“.
Eine ständige Präsenz einer bewaffneten US-Division in Polen auf den bereits jetzt in diesem NATO-Mitgliedstaat bestehenden US-Militäreinrichtungen würde helfen, dieses Ziel zu erreichen, heißt es den Weiteren.
Die Begründung, warum in dem ostmitteleuropäischen Staat ein US-Stützpunkt errichtete werden soll, ist eine Mischung aus historisch bedingten antirussischen Komplexen und Andienen an Washington: „Aggressive russische Handlungen, wie sie in Georgien 2008 und kürzlich in der Ukraine von 2014 bis heute zu sehen sind, sind destruktiv für die internationale Stabilität und die Grundsätze des Völkerrechts.“ Der Kaukasuskrieg im August 2008 wurde durch die Provokationen des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili ausgelöst.
Und die Georgier handelten mit Unterstützung der USA: „Die Vereinigten Staaten unternahmen eine Reihe von Schritten, die Georgien Mut machten: Entsendung von Beratern zum Aufbau des georgischen Militärs einschließlich einer Übung mit mehr als 1.000 amerikanischen Soldaten...

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der neuen Ausgabe der ZurZeit, entweder hier als E-Paper, oder ab Freitag in Ihrem Kiosk.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/Adrian Grycuk Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Poland]