In der Ukraine droht eine gefährliche Zuspitzung der Lage. Denn Präsident Petro Poroschenko drohte mit der Verhängung des Kriegsrechts, wenn es einen Angriff auf das ukrainische Militär geben sollte. „Die Ukraine wird nicht ihre Bereitschaft zum Krieg zeigen, sondern zum Sieg und zur Verteidigung, zum Frieden“, sagte Poroschenko anlässlich des ersten Jahrestags seiner Wahl. Zudem erklärte der frühere Schokoladenfabrikant, dass die ukrainischen Soldaten anders als vor einem Jahr heute eine „mächtige Gruppierung“ seien. Tatsächlich versuchen hunderte Militärausbilder aus den USA und Großbritannien, die Regierungstruppen auf Vordermann zu bringen.

Poroschenkos Drohung geht die angebliche Sichtung von alten russischen Panzern an der Grenze zur Ukraine durch Journalisten voraus. Bei dieser Meldung dürfte es sich um eine plumpe Meinungsmache Kiews handeln, zumal den US-Geheimdiensten keine Konzentration von Panzern bekannt ist.

Indessen sind bei einem Artilleriebeschuss in der ostukrainischen, in den Separatistengebieten liegenden Ortschaft Gorlowka fünf Zivilisten ums Leben gekommen. Wie der russische Nachrichtensender RT berichtet, sagten die Bewohner und Militärs der Separatisten übereinstimmend, dass der Angriff aus Gebieten erfolgte, die unter Kontrolle der ukrainischen Armee stehen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Claude Troung-Ngoc/Wikimedia Commons)