In Großbritannien können es sich immer weniger mittelständische Eltern leisten, ihre Kinder in Privatschulen zu schicken. Grund dafür sind die Schulgebühren, die sich in den vergangenen 25 Jahren mehr als verdreifacht (plus 342 Prozent) haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche das Centre for Economics and Business Research für das Börsenmaklerunternehmen Killik & Co erstellt hat. Allein im vergangenen Jahr stiegen die Gebühren für private Schulen von durchschnittlich 12.723 Pfund (18.185 Euro) auf 13.194 Pfund (18.858 Euro).

Schicken Eltern ihren Nachwuchs in eine private Internatsschule, sind im Jahr durchschnittlich 30.369 Pfund (43.406 Euro) zu berappen. Die Studie geht hier von einer Steigerung der Kosten um 105 Prozent bis zum Jahr 2028 aus. Richtig teuer wird es aber, wenn man die gesamte Schulzeit von 14 Jahren heranzieht. Dann summieren sich die Schulgebühren im Schnitt auf 286.000 Pfund (knapp 409.000 Euro), beim durchgängigen Besuch einer Internatsschule sogar auf 486.000 Pfund (fast 700.000 Euro). „Selbst wenn beide Elternteile arbeiten, können sich viele Berufstätige eine Privatschule (für ihre Kinder) nicht mehr leisten, weil sich die Gebühren schneller entwickeln als die Einkommen“, heißt es in der Studie.

In Österreich könnte es übrigens zu einer ähnlichen Entwicklung kommen, und zwar dann, wenn der Zulauf zu den Privatschulen wegen des desolaten öffentlichen Schulsystems, das einen hohen Ausländeranteil aufweist, weiter anhält.

 

B. T.

 

 

(Bild: Carlos Luis M C da Cruz/wikimedia.org)