Nicolaus Fest, Sohn des langjährigen „FAZ“-Herausgebers Joachim Fest, war lange Jahre stellvertretender Chefredakteur der „Bild am Sonntag“. Dort schied er wegen Differenzen über die Beurteilung des Islam aus, und nun wurde er Mitglied der AfD Berlin. Bei seinem Antritts-Statement erklärte er, er halte den Islam für eine totalitäre Ideologie. Genausowenig, wie er Zeichen und Versammlungsorte des Nationalsozialismus in Deutschland dulden wollte, könne er solche des Islam tolerieren. Daher sei er für ein Verbot aller Moscheen in Deutschland.

Im Gegensatz dazu äußerte sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, der die Hoffnung hat, dass sich ein deutscher Islam entwickeln könnte. Dies bezeichnete der nonkonformistische jüdische Publizist Henryk Broder als Unsinn. Abgesehen davon ist die Erregung über Nicolaus Fest und seine Aussagen eine gewaltige.

 

[Text: A. M.; Bild: Nicolaus Fest/Facebook]