Hunderte Einwohner der italienischen Stadt Pisa gingen auf die Straße, um für die Erhaltung ihrer Identität und gegen die Errichtung einer Moschee zu protestieren. „Wir müssen den Bau der neuen Moschee stoppen um zu verhindert, dass Italien ein islamischer Außenbezirk wird und dass wir unsere Identität verlieren“, sagte die rechtsgerichtete Parlamentsabgeordnete Daniela Santanche, die an der Kundgebung teilnahm. Der Bau des mohammedanischen Gebetshauses, das nur 400 Meter vom Wahrzeichen der Stadt, dem Schiefen Turm, entstehen soll, wurde im August vom Stadtrat genehmigt. Die Errichtungskosten werden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt.

Außerdem werden in Pisa Unterschriften für eine Petition gegen den Moscheebau gesammelt, und 2.500 Einwohner haben bereits unterschrieben. Die Petition rief Magdi Allam ins Leben, ein aus Ägypten stammender Autor, der zum Christentum konvertierte. 

Wie ein Lokalaugenschein von „Russia Today“ zeigt, ist die Furcht vor einer Islamisierung groß. „Das Problem ist, dass wir kein Arabisch verstehen und nicht verstehen können, worüber sie (die Mohammedaner, Anm.) sprechen. Wir wissen nicht, wer in dieser Moschee betet“, wird eine Frau zitiert. Und eine andere sagt: „In 20 bis 30 Jahren werden sie hier das Sagen haben! Und die Politiker können immer noch nicht verstehen, dass wir, die echten Italiener, verschwinden.“ Damit dürfte die Frau insbesondere den Bürgermeister von Pisa, Marco Filippesch, gemeint haben. Denn der linke Politiker unterstützt den Moscheebau, weil er für die freie Religionsausübung – ein Menschenrecht, dass in zahlreichen islamischen Ländern den Christen verwehrt wird – sei.

 

[Text: B. T.; Bild: Comitato #nomoschea/facebook]