Vom 3. Februar bis zum 11. Februar fand im Schwarzen Meer das NATO-Seemanöver „Sea Shield 2017“ statt. 16 NATO-Kriegsschiffe übten unter den wachsamen Augen russischer Aufklärungsflugzeuge verschiedene Aktionen. Neben einer bulgarischen Fregatte („Smeli“), waren aus Kanada (HMCS „St John’s“), den USA (USS „Porter“), der Türkei („Fatih“ und „Dolunay“) und Spanien („Almirante Juan de Borbon“) Kriegsschiffe herangekarrt worden. Zusätzlich waren – nach Pressemitteilungen – Militärangehörige aus Griechenland und dem Nicht-NATO-Mitglied Ukraine (hat so gut wie keine einsatzfähigen Kriegsschiffe) beteiligt. Seemächte, die nicht Anlieger des Schwarzen Meeres sind, dürfen Kriegsschiffe nur 21 Tage (Vertrag von Montreux) im Schwarzen Meer stationieren.

Bulgarien und Rumänien sind praktisch pleite und mussten in den vergangenen Jahren ihren Kriegsschiffsbestand durch ausgemusterte britische und belgische Fregatten „modernisieren“. Rumänien verfügt allerdings zusätzlich noch über einige während der Ceaucescu-Ära (also vor 1989) gebaute Fregatten, Korvetten und Minensucher. Die kampfstärkste Einheit war der US- Zerstörer USS „Porter“. Zusätzlich brachten die USA ihre neuen Seefernaufklärer P-8A „Poseidon“ in das Schwarze Meer.

Bundesdeutsche Blätter behaupteten, im Verlaufe der Manöver sei es zu Provokationen durch russische Flugzeuge gekommen, welche die NATO Schiffe „gefährlich“ überflogen. Der Kommandant von USS „Porter“ Commander Andria Slough tönte, dass er mit seinem Zerstörer „Einsatzbereitschaft“ zeigen wolle.

 

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[Bild: U.S. Navy photo by Paul Farley/wikimedia.org]