Am 18. September kam es zu einem unterhaltsamen Gerichtsprozess in Wien. Am Landesgericht für Strafsachen musste sich ein linksradikaler Schläger für seine Taten verantworten, was ja, ob des mangelnden Willens der Politik im roten Wien, nur sehr selten vorkommt. An „Antifa“-Krawallen jedoch mangelt es dieser Stadt hingegen wohl nicht gerade. Ein großer Teil dieses gewaltbereiten extremistischen Milieus besteht aus bundesdeutschen Studenten, welche als sogenannte „Numerus-Clausus-Flüchtlinge“ die österreichischen Unis stürmen. Der mutmaßliche Täter dieses Falls, scheint auch diesem Menschenschlage anzugehören. Er besitzt lediglich ein „Fachabitur“ und hat mehrmals die Schule gewechselt. Aus dem Studium in Wien scheint dann aber offenbar auch nicht viel geworden zu sein.

Der 32-jährige Angeklagte, ein gebürtiger Münchner, wirkte für sein Alter eher bubenhaft, ein fader aber braver Junge könnte man meinen, wenn da nicht diese Anklage wäre, wegen welcher er sich nun vor Richter Thomas Kreuter zu verantworten hat. Wegen Schwerer Körperverletzung, Nötigung und Sprengung einer Versammlung wurde er vor den Kadi zitiert. Viel Respekt schien er gegenüber dem Gericht nicht zu haben, hatte es doch nicht einmal für ein Sakko und eine Krawatte gereicht. Immerhin trug er ein ordentliches Hemd. Für einen Linken ist das ja schon mal etwas. Jedoch waren auch die oft skurrilen Ausflüchte und Antworten des Delinquenten offenbar von der Überzeugung beseelt, die Justiz für blöd verkaufen zu können.

 

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(Foto: http://www.agduw.at)