Notfalls-„Zeugen“ aus dem Hut gezaubert

Während des Prozesses mussten die Anwesenden, ob der oft skurrilen Aussagen des Angeklagten, oft schmunzeln. Auch der Richter selbst wirkte zuweilen sehr amüsiert. Als am Ende der Verhandlung klar war, dass es nicht gerade gut aussieht für den Beschuldigten, zauberte der Verteidiger auf einmal ein Ass aus dem Ärmel. S. konnte angeblich, obwohl er eigentlich gar keinen kennen will und auch außer „Zur Zeit“ kein Medium damals über den Vorfall berichtet hatte, zwei „Journalisten“ ausfindig machen, von denen er hofft, dass sie womöglich etwas gesehen haben könnten, dass ihn entlastet. Bei den aus den Hut gezauberten mutmaßlichen „Zeugen“, Nathan S. und Johann S., handelt es sich um Personen welche eindeutig der einschlägigen linken Szene angehören. Nur sehr widerwillig stimmte Richter Kreuter diesem sogenannten „Erkundigungsbeweis“ zu und vertagte den Prozess auf den 20. November. Er brachte jedoch zum Ausdruck, dass er es für sehr unwahrscheinlich halte, dass diese Vielleicht-Zeugen wirklich etwas beitragen könnten, denn schließlich sei der Angeklagte ja nach eigenen Angaben mit niemanden sonst bekannt gewesen und obendrein waren alle vermummt. Wie sollte man ihn also identifizieren und entlasten können?

Nach dem Prozess wollte sich S. den Fragen der Journalisten nicht stellen, und lief stattdessen feig davon. Das nennt man in diesem Milieu wohl „Gesicht zeigen gegen Rechts“. Auch seine Freunde, die er angeblich ja gar nicht kennt, dürften sich bereits von S. abgewandt haben. Eine auf verschiedenen Homepages der linksradikalen Szene angekündigte „Solidaritätsdemo“ fiel offenbar ins Wasser. Zu sehen war nämlich absolut niemand. Es bleibt zu hoffen, dass Benedikt S. das gleiche Schicksal erleiden wird wie sein Gesinnungsgenosse Josef Slowik, dem all die „Solidarität“ aus der steinzeitkommunistischen Ecke letztlich auch nichts geholfen hat. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

 

G.I.N.