Neue Gesichter müssen her, scheint das Motto im nun beginnenden Wahlkampf zu sein, und so werden sogenannte Quereinsteiger präsentiert. Für die Neos etwa wird Irmgard Griss kandidieren. Eine „Quereinsteigerin“ im engeren Sinn ist die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofes freilich nicht, denn bekanntlich trat sie im Vorjahr bei der Bundespräsidentenwahl an und erreichte im ersten Wahlgang ein durchaus respektables Ergebnis.

Jede Menge neue Gesichter gibt es mit Kira Grünberg und Rudolf Taschner auch bei der ÖVP – und auch prominente Queraussteiger. Familienministerin Karmasin hat bereits ihren Ausstieg aus der Politik bekanntgegeben, und der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf und Klubobmann Lopatka müssen um den Wiedereinzug in den Nationalrat zittern. Gleiches gilt auch für den langjährigen SPÖ-Abgeordneten Josef Cap, den seine Genossen auf den aussichtslosen 33. Listenplatz gereiht hatten.

Bei den Freiheitlichen verlässt Barbara Rosenkranz die Partei, und bei den Grünen geht Peter Pilz eigene Wege. Und dieser nimmt für seine Liste die bisherigen Grün-Abgeordneten Rossmann und Zinggl sowie die SPÖ-Mandatarin Holzinger mit und setzt gleichzeitig mit den linken Wissenschaftern Renée Schroeder und Hannes Werthner auf Quereinsteiger.

 

[Text: B. T.; Bild: Cezar Suceveanu/wikimdia.org]