Ein besonders feiges Verbrechen ereignete sich in dem vom Israel besetzten Westjordanland. Auf ein Haus von Palästinensern wurde von extremistischen jüdischen Siedlern ein Brandanschlag verübt, bei dem ein 18 Monate alter Bub ums Leben kam und mehrere andere Menschen verletzt wurden. Der Anschlag wurde nach der „Preisetikett“-Taktik ausgeführt. Dabei beschmieren radikale jüdische Siedler palästinensisches Eigentum mit Parolen, das dann als „Preis“ für die Anwesenheit der Palästinenser Ziel eines Brandanschlags werden soll.

Das Haus der Familie in der Ortschaft Kafr Douma, auf das der Brandanschlag verübt wurde, war in hebräischer Schrift mit den Worten „Rache“ und „Lang lebe der Messias“ beschmiert worden. In der Vergangenheit wurden von Siedlern Brandanschläge auch auf Moscheen und christliche Kirchen verübt.

Israel verurteilt den Anschlag von Kafr Douma scharf. Armeesprecher Peter Lerner etwa sprach von einem „barbarischen Akt“. Die israelischen Sicherheitskräfte fürchten nun angesichts der ohnedies schon angespannten Lage palästinensische Vergeltungsaktionen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Oren Rozen/wikimedia.org)