In den Straßen dänischer Städte sind immer mehr verschleierte Frauen zu sehen. Das hängt einerseits damit zusammen, dass immer mehr Moslems in das nordische Land eingewandert sind. Waren 1980 nur 0,6 Prozent der Einwohner Dänemarks Mohammedaner, so sind es heute je nach Angaben zwischen drei und 4,5 Prozent. Und andererseits hat eine Welle der Islamisierung die in Dänemark lebenden Moslems erfasst, wie eine Studie, die von der Zeitung „Jyllands Posten“ veröffentlicht wurde.

Demnach gaben 42,7 Prozent der befragten Moslems an, dass moslemische Frauen und Mädchen das Kopftuch tragen sollten – 2006 lag dieser Wert bei 28.5 Prozent. Gestiegen ist auch der Anteil derer, die der Auffassung sind, dass „der Anleitung des Korans komplett gefolgt werden soll“ – nämlich von 62,4 Prozent auf 77,2 Prozent. In dieses Bild passt auch, dass immer mehr in Dänemark lebende Moslems gemäß den religiösen Vorschriften mindestens fünfmal am Tag beten: Waren es 2006 37 Prozent, so sind es heute bereits 50,3 Prozent.

Umgekehrt relativ gering verankert unter den Mohammedanern in Dänemark ist der Grundsatz von der Trennung von Staat und Religion. In der Umfrage gaben nur rund 54 Prozent an, dass das staatliche Recht allein gelten soll. 26,5 Prozent befürworten eine Mischung aus islamischem und dänischem Recht, was auch in der Verfassung verankert sein sollte. Und immerhin elf Prozent zeichnen sich durch islamistische Intoleranz aus. Sie wollen, dass der Koran bzw. das islamische Recht die alleinige Grundlage für die dänischen Gesetze sein sollen.

 

 

Text: B. T.
Bild: PaoloNapolitano/wikimedia.org