Der Vorschlag mag zwar gut und richtig sein, aber ihn umzusetzen dürfte wohl mehr als schwierig werden und den deutschen Staat endgültig an seine Grenzen bringen. So forderte der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster, der schon durch Kritik an Merkels Willkommenspolitik aufgefallen war, dass die Verbrenner von Israel-Flaggen – sofern sie Ausländer seien – abgeschoben werden sollten, während seine Parteikollegen, einem Vorschlag der Grünen folgend, wenig einfallsreich, einen Antisemitismus-Beauftragten einsetzen wollen. So ambitioniert der Vorschlag Schusters auch ist, dürfte er doch nicht nur an den nötigen Gesetzesverschärfungen, sondern schlicht und einfach an der normativen Kraft des Faktischen – schlicht an der Realität – scheitern. Nicht nur, dass Abschiebungen bis jetzt nicht wirklich funktionieren, wie die aktuelle Praxis zeigt, auch die Skepsis der Grünen gegen den Vorschlag ist (ausnahmsweise) mehr als berechtigt. Sie legen auch den Finger in die Wunde des Hauptproblems der Einwanderungsund Einbürgerungspolitik der letzten Jahre. Und da wissen die Grünen, die diesen Multikultiwahnsinn mitgetragen haben und als dessen hauptsächliche Verfechter und Proponenten gelten können, ganz genau, wovon sie reden. So wie der grüne Innenpolitiker Konstantin von Notz, der sich  gegen Schusters Vorschlag ausspricht: „Dies gilt umso mehr, als dass wir bislang gar nicht wissen, welche Staatsbürgerschaft die Menschen hatten, die die Fahnen verbrannt haben und ob es sich nicht um deutsche Staatsbürger handelt.“
Interessant ist auch der Standpunkt der innenpolitischen Sprecherin der Linkspartei, Ulla Jelpke. Diese erklärt doch allen Ernstes: „Gesellschaftliche Probleme müssen hier angegangen und gelöst und nicht durch Ausweisungen vermeintlich aus der Welt geschaffen werden.“
Dabei vergisst sie aber anscheinend, dass diese Probleme erst „importiert“ wurden. Und wieso sollte man sie dann nicht wieder „exportieren“ können?

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