Heinz Faßmann hat einen neuen „Meilenstein“ gesetzt. Meint er zumindest. Nun gut, „Meilenstein“ ist es vielleicht keiner, auf jeden Fall aber eine vernünftige und notwendige Wiederherstellung eines in letzter Zeit völlig abgekommen Prinzips – des „Leistungsprinzips“. Was also kredenzen uns Heinz Faßmann und die Regierungsmannschaft da?

Zum Ersten die Rückkehr zum klassischen Bewertungssystem – sprich: Noten statt „verbalen Beurteilung“. Eine „verbale Beurteilung“ sagt nämlich gar nichts. Oder welcher Lehrer wagt es schon, den Eltern des Zöglings ins Gesicht zu pfeifen, dass der Herr Sohnemann faul ist und „nicht genügend“ geliefert hat. Vielmehr erschöpfen sich solche Praxen in Phrasen wie: „In Mathe wär schon einiges mehr drin.“ Noten aber geben nicht nur dem Schüler und seinen Eltern eine klare Rückmeldung, sie bringen auch untereinander einen Leistungsmaßstab zum Ausdruck, der das Konkurrenzdenken anspornt und so den Schüler motiviert. Eine Verbalbeurteilung hingegen ventiliert nicht nur den Konkurrenzdruck, sie zeigt auch weder Schwächen noch Stärken klar auf.

Ein weiterer „Fortschritt“ ist die Möglichkeit des „Wiederholen“ einer Klasse bei Nichterbringung der erforderlichen Leistung. Auch diese Maßnahme ist gerade vor dem Hintergrund der Massenzuwanderung der letzten Jahre besonders sinnvoll. Kein Lehrer kann schließlich gute Schüler fördern, wenn er über Jahre hinweg Schüler mitschleppt, die schlicht außer Standes sind, die erforderliche Aufgaben zu erfüllen.

Weiters kehren – zwar leider nur in abgeschwächter Form, aber immerhin – die Leistungsgruppen zurück und die Mittelschule verliert ihr Etikett „neue“. Zu Recht, schließlich altert man in dieser schnelllebigen Zeit rasch.

In summa ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich war es längst überfällig, die armen Schüler aus der sozialdemokratischen Nivellierungsmaschinerie zur Erzeugung widerstandsarmer Konsumidioten zu befreien.

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia/Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres; Lizenz: CC BY 2.0]