2018 ist das Jahr der großen Skandale rund um das Thema Feminismus und Sexismus. Weltweit begann die Bewegung „#metoo“ nachdem dem Hollywood Tycoon Harvey Weinstein sexuelle Nötigung vorgeworfen wurde. Selbst bis in das kleine Österreich wurde der Skandal über die Medien getragen. Auch in der hiesigen Politik gab es innerhalb der neuen ÖVP den ebenso kontroversen wie absurden Fall Efgani Dönmez.

Nun ist das rote politische Lager betroffen. Der erst vor drei Tagen designierte SPÖ Chef Georg Dornauer steht vor dem Rücktritt- zumindest wird der von zahlreichen Politikern wie von Frauenministerin Juliane Bogner- Strauß (ÖVP) aber auch von ihrer Vorgängerin Heinisch Hossek (SPÖ) gefordert.

Man könnte meinen, es ginge um sexuelle Belästigung wie im Fall Peter Pilz (Jetzt). Nein, es reichte alleine die Aussage zur krankheitsbedingten Abwesenheit der Grünen Landesrätin Gabriele Fischer: "Ich will mir die Landesrätin nicht in der Horizontalen vorstellen." Abgesehen von der Wertlosigkeit dieser Phrase kann man dem Genossen, dem jede Form von Sexismus völlig fremd ist, keinen Vorwurf machen. Geht es also nicht um den vermeidlich sexistischen Sager sondern etwa um innerparteiliche Umstrukturierung?

Georg Dornauer gehört jedenfalls ebenso wenig der linksextremen Szene der SPÖ an, aus der Rendi- Wagner und Thomas Drozda stammen an. Neben Hans Peter Doskozil und dem burgenländischen LH Hans Niessl gehört der Tiroler zum konservativeren, österreichbewussten Spektrum seiner Partei. Der Internationalistin Rendi- Wagner ist das gänzlich fremd. Nach ihrer Machtübernahme hat sie nun die Möglichkeit die Parteigremien an der Spitze auf tiefrot umzufärben. Georg Dornauer dürfte es zuerst erwischt haben. Wenn das so weitergeht, könnte der immer weiter voranschreitende Linksruck de SPÖ wie einst bei den linkslinken Grünen ins rote Höschen gehen.

[Text: A.P.; Bild: Wikipedia/SPÖ Tirol; Lizenz: CC BY 2.0]