Das Gemälde des spanischen Malers El Greco „Portrait eines Edelmannes“ wurde dieser Tage aus dem Londoner Kunsthandel an die Erben des seinerzeitigen jüdisch-altösterreichischen Großindustriellen Julius Priester restituiert. Die Gestapo hatte das Gemälde im Jahre 1944 beschlagnahmt, der Industrielle und Kunstsammler selbst war mit seiner Familie bereits unmittelbar nach dem Anschluss nach Mexiko emigriert. Das Gemälde gelangte dann in den frühen 50er-Jahren in den internationalen Kunsthandel, um über Stationen in New York und London angeblich bei einer Schweizer Stiftung zu landen.

Dass es nunmehr aus dem Londoner Kunsthandel restituiert wurde, wirft natürlich die Frage auf, wer die Kosten tragen wird. In diesem Falle ist es ausnahmsweise einmal nicht österreichisches oder deutsches Kulturerbe, das hier über die immer häufiger werdenden Restitutionsverfahren außer Landes kommt.

 

A. M.

 

 

(Bild: Museo del Prado/wikimedia.org)