Das Beethovenfries von Gustav Klimt, das als Kernstück des Jugendstils gilt, wird voraussichtlich in Österreich bleiben. Die von den den Erben Erich Lederers geforderte Restitution auf Basis der Novelle 2009 des Kunstrückgabegesetzes wurde vom dafür eingerichteten Kunstrückgabebeirat abgelehnt. Der zuständige Minister Ostermayer muss sich in seiner Entscheidung zwar nicht an die Empfehlung des Beirates halten, ließ in einer Presseaussendung aber bereits mitteilen: „Ich folge der Empfehlung des unabhängigen Beirats und bedanke mich bei den Mitgliedern und der Kommission für Provenienzforschung für ihre, wie in allen anderen Fällen der Kunstrückgabe, umfassende und verantwortungsbewusste Beurteilung dieser sensiblen Angelegenheit.“

Das Beethovenfries wurde ursprünglich vom Kunstsammler Carl Reininghaus erworben. Es gelangte später in den Besitz der jüdischen Industriellenfamilie Lederer, die in der nationalsozialistischen Zeit enteignet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde es wieder an die Familie Lederer restituiert. Erich Lederer verkaufte es schließlich 1977 um 15 Millionen Schilling an die Republik Österreich.

Seine Erben behaupteten in ihrer Klage dies wäre unter Zwang erfolgt.

Im krassen Gegensatz dazu steht eine handschriftliche Widmung des Verkäufers Erich Lederer an den damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky: „Dem Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky, der sich durch den Erwerb dieses Frieses, unbewusst, auf dauernde Zeiten in der Kunstgeschichte Österreichs ein Denkmal gesetzt hat.“ Gez.: Aufrichtigst und ergeben Erich Lederer, Wien, 23.11.77

 

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W.T.

 

 

(Bild: Wikipedia)