Nun haben wir es schwarz auf weiß. Wir sind dabei den Status „Weltkulturerbe“ für unsere Stadt zu verlieren. Das lange diskutierte Bauvorhaben am Wiener Heumarkt droht unsere Stadt zu verschandeln. Das jedenfalls findet die UNESCO. Sie hat Wien auf die rote Liste gesetzt.

Wie ein Schlag ins Gesicht mutet die Stellungnahme der ressortzuständigen Planungsstadträtin Maria Vassilakou an. Sie hätte dies ohnehin bereits seit Februar gewusst und werde im „Dialog“ mit der UNESCO bleiben.

Tatsache ist, dass Vassilakou selbst in ihrer eigenen Partei deswegen unter Beschuss geraten war und daher eine Mitgliederbefragung durchführen ließ. Diese ist nach dem grünen Parteistatut bindend. Als die Befragung dann gegen das Projekt ausging, setzte sie sich darüber hinweg und stimmte im Gemeinderat dafür.

So viel zum Demokratieverständnis der Grünen. Es geht ihnen offensichtlich nur um Geld und Machterhaltung, wenn sie einmal an den Futtertrögen sind. Dass dies zulasten der Stadt und ihrer Bürger geschieht, kümmert sie wenig bis gar nicht.

Kein Wunder, dass seitens der Opposition heftigste Kritik an Vassilakou geübt wird.

FPÖ und ÖVP verlangten gestern im Wiener Gemeinderat den Rücktritt der grünen Stadträtin.

FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus geißelt in einer Aussendung die Wiener Stadtregierung weil sie „die Interessen von Bauträgern über jene des Erhalts unseres Stadtbildes stellt“.

Die Folgen des Verlustes des Weltkulturerbestatus sind nicht abzusehen. Schließlich lebt Wien vom Fremdenverkehr. Und die Schande, die die Wiener Stadtregierung weltweit über uns ausschüttet ist auch nicht gerade beglückend, was Gudenus zu dem Schluss bringt:

„Spätestens jetzt muss allen klar sein, dass SPÖ und Grüne kein Interesse daran haben, zum Wohl der Stadt zu agieren.“

 

[Text: W. T.; Bild: GuentherZ/wikimedia.org]