Donnerstagabend war Zur Zeit-Herausgeber Andreas Mölzer zu Gast in der ORF-III-Sendung „Politik live“. Dabei diskutierte er mit dem interimistischen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter, der früheren ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat, dem Neos-Abgeordneten Nikolaus Scherak sowie Peter Kolba, dem vorläufigen Klubobmann der Liste Pilz, über den „Neustart im Parlament“.

Angesprochen auf die nur 67 Prozent Zustimmung, mit der die ÖVP-Abgeordnete Elisabeth Köstinger zur neuen Nationalratspräsidentin gewählt wurde, sagte Mölzer, dieses Ergebnis zeige, dass „die rot-schwarze Konkordanz- und Mauscheldemokratie vorbei ist“. Zu den Koalitionsverhandlungen stellte Mölzer fest, dass ÖVP-Obmann Kurz nicht taktiere und die Verhandlungen werden mit „so ausgesuchter Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit“ geführt, was für die Bevölkerung ungewohnt und manchmal unheimlich sei. Auch sieht der Zur Zeit-Herausgeber die Gefahr von Querschüssen gegen die türkis-blauen Verhandlungen.

Zum Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat erklärte Mölzer, er finde es verlogen, dass „politisch Verstorbenen“ nichts Schlechtes nachgesagt werden dürfe. Weil man auch dem BZÖ und dem Team Stronach nicht nachgetrauert habe, trauert man von freiheitlicher Seite auch „dieser Truppe“ nicht nach.

 

[Text: F.-X. S.; Bild: Screenshot orf]