Als Großbritannien 1996 Scharia-Gerichtshöfe als offizielle Schiedsgerichte zuließ und damit versuchte, die ständig von Diskriminierung redenden Muslime zu beruhigen und die Integration zu fördern, gab es schon mahnende Stimmen, die diesen Schritt kritisierten. Zwar wurde festgeschrieben, dass die Urteile mit den britischen Gesetzen vereinbar sein müssen, doch die Kritiker sahen in dieser Entwicklung die Bildung von Parallelgesellschaften gefördert und die britische Rechtsordnung ausgehöhlt.

Wie in einem kürzlich in der „Times“ erschienen Artikel berichtet wird, haben die mahnenden Stimmen Recht behalten. Großbritannien verzeichnet eine starke Zunahme von Scharia-Hochzeiten und Polygamie. So würden bereits mehr als 100.000 Paare in einer nach muslimischem Gesetz vollzogenen Ehe leben. Da die britischen Behörden von diesen Ehen nichts erfahren, fördert diese Entwicklung zugleich die Zunahme von Vielweiberei, da es laut Scharia möglich ist, bis zu vier Ehefrauen zu haben.

Zudem ist es nach der islamischen Rechtsordnung dem Mann gestattet, seine Frau schlagen, wenn sie ihm Sex verweigert, und bei einer möglichen Scheidung fallen die meisten Güter an den Mann und ihm werden die Kinder automatisch zugesprochen, sobald sie sieben Jahre alt sind – man darf gespannt sein, wie die Briten diesen Gegensatz zu ihrer Rechtsordnung beheben.

 

M. H.

 

 

(Bild: Gareth Davies/flickr)