Ein Jahr nach dem Abschuss von Flug MH17 der Malaysian Airlines erklärte der stellvertretende Chef der russischen Luftfahrtbehörde, Oleg Stortschewoj, dass die Boden-Luft-Rakete, die das Unglück auflöste, aus von ukrainischen Truppen kontrollierten Gebiet abschossen wurde. „Wenn die Rakete, wie westliche Behörden behaupten, vom Raum Sneschnoje (der von russischen Rebellen kontrolliert wird, Anm.) aus abgefeuert wurde, wäre sie, wie alle Experten und Spezialisten bestätigen, von der Radarstation in Rostow am Don entdeckt worden“. Rostow am Don befindet sich in Russland, in unmittelbarer Nähe zur Region Donezk in der Ukraine.

Für die russische Luftfahrtbehörde deutet alles darauf hin, dass eine Luft-Luft-Rakete auf das malaysische Passagierflugzeug abgefeuert wurde. „Zahlreiche Augenzeugen des Absturzes sagen, dass sie zum Zeitpunkt des Absturzes von MH17 eine Militärmaschine am Himmel gesehen haben“, gab Stortschewoj bekannt. Die russischen Rebellen in der Ostukraine sind jedoch nicht im Besitz von Kampfflugzeugen.

Stortschewoj wies auch darauf hin, dass der Westen bei den Untersuchungen über die Ursachen, die das Unglück auslösten, Druck ausübe, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Beim Abschluss des malaysischen Passagierflugzeugs MH17 kamen am 17. Juli 2014 knapp 300 Menschen ums Leben. Für den Westen war – ohne stichhaltige Beweise vorzulegen – sofort klar, dass prorussische Rebellen, wenn auch versehentlich, das Flugzeug abgeschossen hätten. Für die USA und die EU war der Flugzeugabschuss ein willkommener Vorwand, um die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen.

 

B. T.

 

 

(Bild: Ministerie van Defensie/wikimedia.org)