Die ukrainische Svoboda-Partei veranstaltet wie andere ultranationalistische Parteien wie der Asow sogenannte Sommerlager. Dort bilden sie ihre eigene Jugend- und Nachwuchsorganisation mit dem Namen Sokol zu Nachwuchssoldaten aus. Neben allen möglichen Wehrsportübungen werden auch Waffen und Schießübungen mit der meistverbreiteten AK-47 durchgeführt. Dabei soll der innere „Killerinstinkt“ geweckt werden und die Hemmschwelle zum Töten wortwörtlich abgebaut werden.

 „The Associated Press“ war vor Ort und konnte sich ein Bild von den militärischen Ausbildungen machen. Kinder von acht bis achtzehn werden streng ideologisch gedrillt, um in Folge russische Soldaten töten zu können. Damit brüstet sich auch einer der Ausbilder und versichert den Reportern: „Wir zielen nie auf Menschen. Aber wir zählen Separatisten, kleine grüne Männchen und Besatzer aus Moskau nicht zu den Menschen. Deshalb können und sollen wir auf sie zielen.“

Neben den russischen Feindbildern fokussieren sich Svoboda & Co noch auf Roma, Sinti, Juden, Homosexuelle, selbst "die Bolschewiken" zählen noch dazu. Damit ist das heutzutage politisch korrekte Establishment gemeint, das sich besonders auf Minderheiten konzentriert. „Ihr müsst euch dessen bewusst sein… All diese Gender-Fragen sind Perversionen moderner Bolschewiki, die in Europa an die Macht gekommen sind und jetzt versuchen, all das LGBT-Zeugs wie Gay Pride Paraden und ähnliches zu einem Teil des Bildungssystems zu machen“, erklärte einer der Ausbildner.

Bei ihrem Besuch Anfang November in Kiew begrüßte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die ukrainische Ehrengarde mit: „Grüße euch, Krieger“.

Diese Begrüßung stammt übrigens aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, als in der Ukraine die den Nationalsozialisten nahestehenden Organisationen OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten) und UPA (Ukrainische Aufständische Armee) paktierten.

[Text: A.P.; Bild: Wikipedia/Jerzy Tomaszewski; Lizenz: gemeinfrei]