Russlands Militäreinsatz gegen die Terrororganisation IS dient nicht nur der Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, sondern auch dem Selbstschutz. Denn bis zu 7.000 ausländische Kämpfer aus Russland und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion, insbesondere aus Zentralasien, befinden sich in den Reihen der islamistischen Mörderbanden, wie Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Staatschefs der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) in Kasachstan bekanntgab. Und wenn diese heimkehren, stellen sie eine Gefahr für die Sicherheit ihrer Heimatländer dar. „Wir dürfen ihnen keinesfalls erlauben, dass die die Erfahrungen, die sie in Syrien gewinnen, auf ihren Heimatboden nutzen“, betonte Putin.

Russland fürchtet insbesondere, dass heimkehrende Dschihadisten im Nordkaukasus aktiv werden. Einige der dortigen Teilrepubliken wie Tschetschenien haben eine islamische Bevölkerungsmehrheit, und immer wieder verüben Islamisten Terroranschläge. 2007 rief der später von russischen Spezialkräften getötete Islamist  Doku Umarow  ein „Kaukasus-Emirat“ aus, welches sich unter anderem über Teile von Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien erstreckte. Indirekte Unterstützung erhalten die nordkaukasischen Islamisten teilweise von halbstaatlichen US-Stiftungen. Denn Washington versucht seit langem, Russland an seiner Südflanke zu destabilisieren.

Bei der Tagung der GUS, die ein loser Zusammenschluss von elf ehemaligen Sowjetrepubliken ist, sprach Putin auch über die Militärerfolge in Syrien: „Bei den Luftschlägen auf Ziele, die in Zusammenarbeit mit den Syrern ausgewählt wurden, erzielten unsere Truppen bedeutende Erfolge. Dutzende Kommandopunkte und Lager, hunderte Terroristen und eine große Zahl schwerer militärischer Geräte ist zerstört worden.“

Test: B.T.
Bild: wikimedia.org/Islamic State (IS)