In Russland dürfen – anders als in den USA – gentechnisch veränderte Organismen (GMO) weder angebaut noch importiert werden. Und dabei soll es auch bleiben, wie der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch kürzlich im Rahmen des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg bekräftigte. Russland beschreite „einen anderen Weg“, und das Land werde „keine GMO-Technologien nutzen“, erklärte Dworkowitsch. Stattdessen will die Russische Föderation die Nahrungsmittelversorgung durch natürliche Steigerung der Ernteerträge sichern. Die künstliche Veränderung des Erbgutes von Pflanzen wird wegen der damit verbundenen Gefahren für Mensch und Umwelt abgelehnt.

Auch der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew steht hinter dem GMO-Verbot. Dem Nachrichtensender RT sagte er: „Wenn die Amerikaner GMO-Produkte essen wollen, ist das ihre Sache. Wir brauchen das aber nicht, wir haben ausreichend Platz und Möglichkeiten, um Bio-Nahrungsmittel herzustellen.“ US-amerikanischen Gentechnikkonzernen wie Monsanto wird diese Äußerung sicherlich sauer aufstoßen, weil ihnen in Russland Geschäfte in Milliardenhöhe entgehen. Schließlich ist Russland mit knapp 100 Millionen Tonnen der viertgrößte Getreideproduzent der Welt.

 

B. T.

 

 

(Bild: Afonin/wikimedia.org)