Die NATO setzt ihre Provokationen gegenüber Russland unvermindert fort. 87 Kampfpanzer, anderes militärisches Gerät sowie mehr als 3.000 Soldaten werden derzeit von Deutschland nach Polen verlegt. In Moskau werden die Aktivitäten des Nordatlantikpaktes naturgemäß mit großer Sorge verfolgt. „Wir betrachten das als Bedrohung. Die Aktionen stellen eine Gefahr für unsere Interessen und Sicherheit dar“, sagte der Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. Und in Bezug auf die USA sagte Peskow, dies treffe insbesondere dann zu, „wenn ein Drittstaat seine Militärpräsenz entlang unserer Grenzen zu Europa verstärkt“. Auch die Zunahme militärischer Übungen in Osteuropa wird von Russland genau beobachtet.

Dies alles geschieht im Rahmen der Operation „atlantische Entschlossenheit“, die von den USA 2014, nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland, ins Leben gerufen wurde, angeblich, um die „Verpflichtung der USA zur kollektiven Sicherheit in Europa unter Beweis zu stellen“. Vor allem sieht sich Russland nun gezwungen, auf die NATO-Aufrüstung entlang seiner Westgrenze zu antworten. Moskau seinerseits führt verstärkt Militärmanöver durch und rüstet auf. Denn, wie Peskow betonte, „wird jedes Land eine fremde militärische Aufrüstung an seiner Grenze negativ betrachten“.

Mit Spannung wird zu beobachten sein, ob die NATO ihre antirussischen Provokationen nach der Vereidigung von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten beenden oder zumindest zurückfahren wird. Trump hatte sich bekanntlich dafür ausgesprochen, die angeschlagenen Beziehungen der USA zu Russland zu reparieren. Aber dazu werden auch vertrauensbildende Maßnahmen Washingtons notwendig sein.

 

[Text: B. T.; Bild: SFJZ 13/wikimedia.org]