In den EU-Staaten nimmt die Kritik an den Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu. So erklärt etwa der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann und Klubobmann Wiens, Johann Gudenus: „Die von den USA gewünschten und von der EU beinhart durchgepeitschten Sanktionen gegen Russland wirken sich zusehends auf die heimische Wirtschaft aus und gehören endlich aufgehoben.

Großen wirtschaftlichen Schaden wegen der Sanktionen und des von Moskau als Reaktion verhängten Einfuhrverbots für Lebensmittel aus der EU erleidet auch Spanien. „Die Sanktionen verursachen einen Schaden für die spanische Wirtschaft. (…) Wir haben große Verluste, vor allem im Landwirtschaftssektor“, sagte der spanische Außenminister Jose Manuel Garcia-Margallo nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau. Und der konservative Politiker bringt es auf den Punkt: „Sie (die Sanktionen, Anm.) nutzen niemandem.“

Garcia-Margallo sowie Gudenus verlangen deshalb eine vernünftige Politik gegenüber Moskau. „Ich denke, wir müssen beim Assoziationsabkommen mit der Ukraine irgendwie die Interessen Russlands berücksichtigen. Und dieses Abkommen muss durch eine Zusammenarbeit mit Russland ergänzt werden“, erklärt der Spanier. Und Gudenus stellt die berechtigte Frage, „wann man in Brüssel endlich aufwachen und begreifen wird, dass die treibende Kraft hinter den Sanktionen, nämlich die USA, die EU lediglich instrumentalisiert hat, um ihre eigenen Interessen zu vertreten."

 

B. T.

 

 

(Bild: FPÖ)