Geschlechtergerechtigkeit oder Pervertierung? Liebhaber der „lingua germanica“ fällt es allerdings besonders schwer, sich über einen „gegenderten“ Text zu wagen. Egal ob in wissenschaftlichen Abhandlungen oder auf Tafeln im öffentlichen Raum, überall sind die lästigen Formen zu finden. Ebenfalls beliebt ist ein Sternchen zwischen den beiden Geschlechtsformen um „diverse“, alternativ Geschlechter auch zu berücksichtigen. Damit soll jetzt endlich Schluss sein.

Die Verfasser, Schriftstellerin Monika Maron, der „Sprachpapst“ Wolf Schneider, Ökonom Walter Krämer und Joseph Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes stellen den Aufruf aus

 „Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierte, zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache“.

Der Antrag fand viele namhafte Unterstützer. Autoren, Journalisten, Sprach- und Sozialwissenschaftler, Historiker und Psychologen machen sich für den Erhalt einer ordnungsgemäßen Deutschen Sprache stark. Für jene steht ganz klar fest:

„Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.“

Neben der herben Verwechslung von Genus und Sexus, führen ebenso die, falschen und vereinfachenden, vermehrt verwendeten Formen aus der Umgangssprache langfristig zu einer Verhunzung der Zunge der „Dichter und Denker“.

[Text: A.P.; Bild: www.wikipedia.org/Hermann Junghans; Lizenz: CC BY-SA 3.0]