Die Autofahrer sind bekanntlich die Melkkuh der Nation.

Sei es bei der Anschaffung, beim Treibstoff oder auch beim Parken und den Autobahnen, es gibt kaum einen Bereich, in welchem der Finanzminister nicht zugreift. Und das ausgiebig. Bei einer weiteren Einnahmequelle soll nun, geht es nach Innenminister Kickl (FPÖ), mehr Fairness und Sinnhaftigkeit walten.

Radarkontrollen sollen in erster Linie der Verkehrssicherheit dienen, fordert Kickl. Dieses sei jetzt nicht immer der Fall: „Jeder kennt die Situation: eine gerade Straße, eine Ortstafel und fünf Meter dahinter die Kontrolle“, sagte Kickl im ORF. Eine echte Schikane also. Und außerdem höchst unwirtschaftlich.

Werden die Autofahrer gezwungen, in so einer Situation krass von 100 km/h auf 50 herunter zu bremsen, wird unnötig Treibstoff vergeudet. Lässt man dagegen, wie in jedem Fahrkurs gepredigt, den Wagen solange ausrollen, bis die geforderte Geschwindigkeit erreicht ist,wird die eingesetzte Energie optimal genutzt und niemand erleidet einen Schaden.

Ähnliche unmotivierte Radarkontrollen gibt es natürlich auch in anderen Situationen.

Viel wichtiger als die Autofahrer abzuzocken sei es, dort zu kontrollieren, wo es die Sicherheit erhöht: „Vor Schulen und Kindergärten etwa“, so Kickl. Dort muss Sicherheit tatsächlich an erster Stellen stehen.

Begrüßt wird der Vorschlag des Innenministers vom ÖAMTC, abgelehnt wird er vom Verkehrsklub Österreich, der meint, dass Tempolimits in jedem Fall einzuhalten wären.

[Text: W. T.; Bild: FPÖ]