Vielen Bürgern ist die Zeitumstellung ein Gräuel. Seit den Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges ist die sogenannte „Sommerzeit“ in vielen europäischen Ländern gang und gäbe. Wurde sie zwischendurch immer wieder aus- und eingesetzt, so gilt sie seit den 90er Jahren verbindlich in allen EU-Staaten aufgrund einer EU-Richtlinie.

Laut letztgültigen Studien und Erkenntnissen ist allerdings jenes Argument, darunter die Sommerzeit in den 70er Jahren ihren Siegeszug in zahlreichen europäischen Staaten geführt hatte, hinfällig: Der Beitrag der Zeitumstellung zu energetischer Einsparung ist eine Ente, im Gegenteil: Klimaanlagen und Heizungsenergie verkehren die fälschlich aufgestellte Behauptung ins Gegenteil.

Doch die Zeitumstellung kostet nicht nur Energie, sie schadet auch der Gesundheit. Menschen mit zeitbedachtem Lebenswandel werden aus ihrem Rhythmus geworfen und brauchen oft Wochen, bis sie sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen können.

Verkehrsminister Hofer versicherte kürzlich, sich im Zuge der Ratspräsidentschaft dieses Themas annehmen zu wollen und die europäische Bevölkerung von dieser lästigen, überflüssigen und im wahrsten Sinne des Wortes „taktlosen“ Schikane zu befreien.

Auch europaweit ist übrigens schon vor einiger Zeit eine diesbezügliche Umfrage gestartet worden, allerdings kollabierte die Internetseite augenblicks aufgrund des überdimensionalen Andranges.

[Text: A.L.Bild: Bwag/Wikimedia ; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International]