Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten vom 1. März 2015 haben nun endgültig mit der Ära Haider abgeschlossen. Bei der letzten Wahl 2009 war es ja noch der unmittelbar davor verstorbene Landeshauptmann Jörg Haider gewesen, der mit seinem damals an der Regierung befindlichen BZÖ, der Wahl seinen Stempel aufgedrückt hatte. Diese Fakten hinderten den ORF allerdings nicht daran, jetzt von einem tiefen Absturz der FPÖ zu berichten.

Tatsache ist, dass die FPÖ, die 2009 neben der Landeshauptmannpartei BZÖ auch kandidiert hatte, damals ganze 2,12 Prozent erreicht hatte. Das vorläufige Ergebnis 2013 bringt mit 17,96 Prozent also einen deutlich Gewinn von rund 15 Prozent. Soviel zur Einhaltung der gesetzlichen Objektivitätsverpflichtung des österreichischen Staatsfunks.

Natürlich hatte das BZÖ 2009 mit rund 30 Prozent ein deutlich besseres Ergebnis, allerdings ist dieses, wie oben angeführt, aus mehreren Gründen nicht mit dem der FPÖ 2015 vergleichbar.

Genauso wenig wie es 2013 der Vergleich der FPÖ mit dem BZÖ-Ergebnis bei der Landtagswahl war. Damals war die FPÖ 28 Prozent unter dem Ergebnis der ehemaligen Haiderpartei geblieben.

Zieht man allerdings den Vergleich des Minderergebnisses der FPÖ gegenüber dem BZÖ 2015 zu 2013 ( -13 % gegenüber – 28 😵 so ist eindeutig erkennbar, dass es der FPÖ nun auch in Kärnten gelungen ist sich von Haider zu emanzipieren und einen gewaltigen Schritt nach vorne zu machen.

 

W. T.

 

 

(Bild: ZZ-Archiv)