Bachelor-Studien, die drei Jahre dauern, scheinen für die Berufsausbildung und -vorbereitung zu wenig zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Von den befragten 2.000 Unternehmen gaben nur 47 Prozent an, dass Berufseinsteiger mit einem Bachelor-Abschluss ihre Erwartungen erfüllen. Der Umfrage zufolge sind besonders kleine Betriebe sowie die Tourismuswirtschaft und Service-Unternehmen wie Gesundheitsdienstleister von den Fähigkeiten der Schmalspur-Akademiker enttäuscht.

Klare Worte zu diesem ernüchternden Ergebnis findet DIHK-Präsident Eric Schweitzer in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Die Welt“. Schweitzer weist darauf hin, dass der „Boom bei den Studentenzahlen“ zulasten der dualen Berufsausbildung, also zur klassischen Lehre, gehe. Und der DIHK-Präsident erklärt weiter: „Wir leiden an einer Überakademisierung. Das führt dazu, dass viele studieren, die eigentlich in einer Berufsausbildung besser aufgehoben wären. Und das spüren die Unternehmen. Hinzu kommt, nur 15 Prozent der Betriebe sagen, dass die Bachelor-Absolventen gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet sind.“

 

B. T.

 

(Bild: dihk.de)