Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Diese Erfahrung muss jetzt auch der aus Ungarn gebürtige Milliardär George (urspr.: György) Soros machen. Der Mann hat seine eigenen Vorstellungen von Europas Zukunft. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Entschieden gegen Soros‘ Träume stellt sich die ungarische Regierung (Fidesz sowie christdemokratische KDNP) unter Viktor Orbán.

Wobei das Budapester Kabinett sichergehen will und sich eine Bestätigung ihrer Sicht durch die Bevölkerung holt. In Form einer Volksbefragung (Nemzeti Konzultáció). Im Oktober erhielt jeder wahlberechtigte ungarische Bürger einen Fragebogen zugestellt. Er enthält sieben Fragen zum sogenannten Soros-Plan. Am Ende jeder Frage steht: Unterstützen Sie diesen Teil des Soros-Plans? mit der Antwortalternative Ja/Nein.

Weil – soweit überschaubar – in keinem deutschsprachigen Medium der Text der Befragung abgedruckt ist, damit sich der Leser eine eigene Meinung bilden kann, seien hier die Fragen sowie (auszugsweise) die Hintergrundinformation wiedergegeben.

1) György Soros will Brüssel dazu bewegen, daß es jährliche eine Million Einwanderer aus Afrika und dem Nahen Osten auf dem Gebiet der EU ansiedelt, also auch in Ungarn.

Hintergrundinformation (im folgenden Text kurz Info): Soros arbeitet schon seit vielen Jahren daran, dass sich Europa und die europäische Gesellschaft verändert. Sein Ziel will er durch die Ansiedlung von Menschenmassen mit anderem zivilsatorischen Hintergrund erreichen. Bei der Vorstellung seines Planes hat er das so formuliert: „In absehbarer Zukunft muss die Europäische Union jährlich mindestens eine Million Asylwerber aufnehmen“ ...

2) György Soros will gemeinsam mit den Brüsseler Führern erreichen, daß die Mitgliedstaaten der EU, also auch Ungarn, ihre schützenden Grenzzäune niederreißen und die Grenzen den Einwanderern öffnen.

Info: Die gut bewachten Grenzen bedeuten nachhaltigen Schutz gegenüber illegaler Einwanderung. Es ist kein Zufall, dass ein wichtiges Ziel des Soros-Plans die Niederreißen der grenzschützenden Zäune ist. Dergestalt sollten die Grenzen für die illegalen Einwanderer geöffnet werden. Der Milliardär formulierte das so: „Das Ziel unseres Plans ist der Schutz der Flüchtlinge, und die nationalen Grenzen bedeuten dafür ein Hindernis“ (Bloomberg Business, 30. Oktober 2015) ...

 

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[Bild: Ynodrág/wikimedia.org]