Das slowenische Parlament beschloss einen Armee-Einsatz an der Grenze zu Kroatien, um dem wachsenden Strom von illegalen Einwanderern Herr zu werden. Zu Recht, wie sich zeigt, denn die sogenannten „Schutzsuchenden“ stellen eine Gefahr für die Sicherheit dieses EU-Mitgliedstaates dar. Wie der Nachrichtensender N24 berichtet, haben Einwanderer im Aufnahmelager Brezice (Rann) mehrere Zelte angezündet. Die Lage vor Ort sei außer Kontrolle, Feuerwehren und Polizei sind im Einsatz, und aus einer Halle schlagen meterhohe Flammen.

Mit den Brandstiftungen, also Straftaten, wollten die „Flüchtlinge“ ihren Weitertransport nach Österreich erzwingen. Slowenien ist nicht das Ziel der Einwanderer, denn diese wollen nach Deutschland oder Skandinavien weiterziehen. Dennoch steht der zwei Millionen Einwohner zählende Staat vor einer großen Herausforderung: Gestern, Dienstag, überschritten rund 8.000 Personen von Kroatien kommend die slowenische Grenze.

In der Zwischenzeit rief EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für Sonntag einen Sondergipfel zur sogenannten Flüchtlingskrise auf der Balkanroute ein. Eingeladen sind auch die Nicht-EU-Mitglieder Serbien und Mazedonien. Bei dem Treffen handelt es sich um einen weiteren Versuch, die Krise mit untauglichen Mitteln zu lösen, da die Europäische Union nicht bereit ist, dem Beispiel Ungarns zu folgen. Bekanntlich schützt Budapest seine Schengen-Grenze mit einem Zaun und hält die EU-Regeln ein.

 

 

Text: B. T.
Bild: Screenshot N24.de